Kesseböhmer Presswerk

Für die Kesseböhmer Grundbesitz GmbH & Co. KG errichtet Depenbrock Bau als Generalunternehmer in Bad Essen schlüsselfertig den Neubau eines Presswerks mit vier Produktions- und Lagerhallen sowie einem Verwaltungsgebäude mit einer Gesamtfläche von insgesamt ca. 23.600 m2.

Allein der Einsatz von ca. 700 Stahlbeton-/ Spannbetonfertigteilen verdeutlicht die Dimensionen des Bauprojekts, für das seit Mai 2017 ca. 348.000 m3 umbauter Raum entstehen. Verbaut wurden für das Tragwerk ebenfalls 15 m lange, 2,5 m hohe Stahlbeton-Fertigteilabfangträger zur Aufnahme der Spannbetondachbinder und zur Vergrößerung der Stützenabstände in der Presswerkhalle. Die Montage der schwersten 85-t-Fertigteilträger erfolgte mit einem 400-t-Mobilkran. Kernstück der Baumaßnahme ist der wasserundurchlässige Pressenkeller, der in monolithischer Ortbetonbauweise errichtet wurde – auftriebsgesichert im Grundwasser bei ca. 7,0 m tiefer Ausschachtung, einer Gesamtlänge von 150 m mit demontierbaren, 50 cm starken Betondecken.Verfahrbare Pressformen der 1.000-t-Pressen erfordern eine hochbelastbare Industriesohle, die gleichzeitig zur Beheizung genutzt werden kann. Errichtet wurden oberflächenfertige Sohlen mit Betonkernaktivierung zur Temperierung der Hallen auf 20.000 m2 Fläche. Bautechnisch umzusetzen waren darüber hinaus hohe Anforderungen an den Vibrations- und Schallschutz. Die technische Gebäudeausstattung wurde komplett in allen Details durch das Depenbrock Kompetenz-Center geplant. Bemerkenswert sind auch die umfangreichen Erdbewegungen, die für das Projekt durchzuführen waren. Auf einer Fläche von 30.000 m² wurde der Oberboden abgetragen und zum Großteil von der Baustelle abgefahren. Darüber hinaus wurden ca. 40.000 m³ Boden bewegt, von denen ca. 30.000 m³ durch Bodenverbesserungen wieder eingebaut werden konnten und somit eine Wiederverwendung innerhalb der Baustelle gefunden haben. Durch die enorme Größe der Halle und die somit versiegelte Fläche war es notwendig, neue Wege für die Regenwasserableitung zu schaffen. Hierfür wurde eine insgesamt ca. 920 m lange Kanalleitung DN 300 bis 1.200 verlegt, die eine Gleisanlage und eine Bundesstraße kreuzt.

Bausumme: 25,0 Mio. €
Stadt / Ort: Bad Essen